Halb 10 losfahren die Jungs einsammeln (Stephan und Olli)Doris kommt ja mit dem Rad. Zum Glück kennt man sich ja aus und parkt unterhalb der Treppen zum Chorusberg (GRINS). Da wir noch Zeit haben aalen wir uns in der immer noch warmen Sonne auf dem Sportplatz und machen faxen und das wichtige Selfie vorher.

Der Start rückt näher und da kommt auch endlich Doris, wir stellen uns im vorderen Drittel auf und warten auf den Startschuß. Peng und los geht es, eine Runde um den Sportplatz, dann entgegengesetzt der bekannten Winterlaufstrecke vorbei am Stauweiher Diepenbenden (quasi Teil unserer Trainingsrunde). Doris, Stephan und ich gehen gemächlich an, es wird ja noch schwer, olli ist natürlich längst weg. Über den Grindelweg in die Wolfsschlucht bevor der 1. Giftige Anstieg im Grindelwald folgt. Inmitten dieses Anstieges erwartet uns jodelnd Wolfgang Mühlhausen inklusive seiner BAYERNFAHNE. Mein Puls geht hoch wie auch weiterhin die Strecke auf dem Düsbergweg. Das anvisierte Ziel 1:03, letztes Jahr von Udo, Jörg und Frank, was einem 6er Schnitt entspricht scheint unerreichbar. Meine Uhr zeigt 6:34er Schnitt das verleitet mich kurz zu gehen und Doris trabt entspannt an mir vorbei.. kurze Bemerkung „ganz schön steil“! Da hat Sie wohl recht, kurz durchschnaufen und wieder angreifen, oben auf dem Knipp ist die Verpflegungsstation MERLEPÜTZWEG.. ich will nichts trinken, will den Durchschnitt weiter Richtung 6 drücken. Aber es geht noch ein Stück rauf bis zum höchsten Punkt von 7 Wege, hier biegen die 7er rechts ab (boah das würde ich auch gerne) und wir laufen links runter zum Schmalzloch. Erst mal die dicken Beine und Muskeln sortieren, ehe Sie nen 5er Schnitt akzeptieren und Doris kommt wieder in mein Sichtfeld. Der Gesamtschnitt liegt jetzt bei 6:11, soll ich versuchen aufzuschließen? Lieber noch nicht obwohl es noch immer runter geht zum tiefsten Punkt im Hühnertal. So jetzt ist Doris zum Greifen nah, doch es geht wieder hoch zum Verpflegungspunkt MERLEPÜTZWEG, das ist quasi die Zusatzschlaufe die wir im Vergleich zu den 7erm drehen. Oben angekommen (6:15er Schnitt schon wieder) meine bange Frage . Geht´s nochmal hoch?“.. Antwort „Nee nur noch 3KM bergarb“ wir laufen den Düsbergweg wieder runter und dann links.. Sauerei !!! nochmal ganz sanfter Anstieg auf dem Osterweg. Dann endlich HANDBREMSE lösen Zeit gut machen Kasalla den Eberburgweg runter, 2,6KM Zeit das gewünschte Zeitziel 1:03 doch noch zu erreichen. Fast am Ende des Eberburgweg hole ich Doris ein, sage :Komm wir bleiben unter 6er Schnitt. Aber sie kann meiner Pace nicht ganz folgen, die Uhr sagt 4:45 der eben gelaufene Kilometer, das wiederhole ich sogar nochmal auf dem Tönnesrather Weg . Ich fliege dem Ziel entgegen, die Uhr zeigt schon deutlich mit 5:52er Schnitt , dass ich es schaffe .. noch 500 Meter.. auf dem letzten Stück hole ich nochmal 3 Läufer ein…Die Zielgrade Augen zu und nochmal sprinten YEAH. Ist das geil Die Uhr bleibet bei 1:01:36 stehen, Stephan hatte mich im Ziel nochmal angefeuert und Olli lag schon wartend im Gras.. da kam auch schon Doris, die ich noch mal anspornen konnte, Sie blieb auch deutlich unter dem Zeitziel 1:03!
Alle 4 Lustläufer mehr als zufrieden, mit den erbrachten Leistungen auf der wundervollen Charakterstrecke.

Zu den Ergebnissen: Sieger Martin Heuschen 36:41 und Siegerin Irene Winkelmann 44:00… und jetzt die wichtigen Lustlaufergebnisse: Oliver 50:26/ 4:45er Schnitt Platz 76/AK9 Stephan(der ja nur unter ner Stunde wollte)53:06/5.00er Schnitt Platz 111/AK7 Ralf 1:01:36/5:48er Schnitt 234/29AK Doris 1:02:15/5:52er Schnitt Platz 45/AK10. Als Team erreichten wir Platz 10 Gesamt mit deutlich unter 3Stunden.. schade dass es keine 4er Wertung gab, denn Doris Leistung hätte super ins TEAM gepasst.

Ein Lauf den wir 4 allen Lustläufer für nächstes Jahr nur empfehlen können….

Es gibt Wettkämpfe, da läuft es einfach nicht rund. Für mich war so einer der Kustmarathon in Zeeland am Samstag. Viele sagen “Da hast Du Dir auch einen Schweren für Deinen Ersten ausgesucht”, was ja auch stimmt, aber daran lag es nicht. Die schweren Stücke über den Strand und die Dünen wären erst noch gekommen. Ich bin bei Km 17 ausgestiegen und bis dahin war alles recht flach und nur Asphalt. Kein Gegenwind und das Wetter sonnig bei 16°. Bis Km 10 lag ich auch beim geplanten Tempo, merkte aber, dass ich keinen guten Tag erwischt habe. In der Folge wurde der Tritt schwerer und ich legte Gehpausen ein. In der Hoffnung, noch in den Wettkampf zu finden, ging es zunächst weiter. Aber irgendwann muss man sich eingestehen, dass es nichts bringt weiterzumachen. Die Tagesform ist ausschlaggebend und die hat halt nicht gepasst. Schade, muss ich aber akzeptieren. Vom DNF mal abgesehen war es ein schönes Wochenende mit Iris und der Familie Hagens in Westkapelle

Vielen Dank auch für die vielen aufmunternden Nachrichten danach und die Wünsche im Vorfeld.

Auf der Suche, nach neuen attraktiven und schönen Laufveranstaltungen, machten sich 2/3 des Vorstandes, in dem Fall Udo und ich uns auf den Weg.

Ziel war das wunderschöne Kloster Kamp, am Kamp Lintfort. Etwas mehr als 1Stunde Fahrtzeit, war locker mit Themen rund ums Laufen zu überbrücken. Angekommen genossen wir erstmal die tolle und ruhige Atmosphäre rund um das Kloster Kamp. Es erwarteten uns wunderschöne Gärten unterhalb des Klosters, die an Sanssouci erinnerten und die wir später durchliefen.

Oben angekommen inmitten des schönen Klosterhof, erhielten wir problemlos unsere Startnummern. In dem Innenhof war alles aufgebaut, Start, Ziel, Trink und Essenstand, einfach klein und familiär.

Da wir noch etwas Zeit hatten, schauten wir uns um und fanden einen zweiten Hof mit Voliere und traumhaften Blick auf die Gärten. Dann begaben wir uns in aller Ruhe an den Start, an den überschaubar nur 135 Starter teilnahmen. Peng, der Startschuß fiel und wir machten uns auf die wunderschöne 5KM Rundstrecke, die 2mal zu laufen war. Zunächst von oben herab durch die Gärten, legten wir zügig in 5:05 los, als wir das Gelände verließen drosselten wir etwas das Tempo. Ich hatte einen guten Tag erwischt und wir pendelten uns um die 5:22 ein. Udo hatte noch mit den Ausläufern seines Schnupfens zu kämpfen und ließ mich ziehen.. so kurz noch durch ein kühles Waldstück und schon war ich wieder in den Klostergärten. Jetzt kam der schwierigste Teil zum Kloster los, da ließ man Körner, oben ne Runde im Klosterhof drehen und ab in die 2. Runde. Udo kam mir gehend entgegen und stieg vernünftiger Weise mit zu hohem Puls, aufgrund der noch nicht abgeklungenen Erkältung aus. Also alleine weiterkämpfen und mein Zeitziel neu ausrichten. Plan war zunächst nah an die 57:45 vom Kitzenhauslauf rankommen, doch jetzt wollte ich unter dem 5:30er Schnitt bleiben und die 55er Marke knacken. Die ersten 2,5KM nach der Wende, konnte ich das Tempo noch unter 5:30 halten… uihh jetzt tat es aber dann schon weh. Noch 5KM knautschen, wieder durch das kühle Wäldchen unten in den Gärten angekommen… schnauf immer noch 5:29er Schnitt. Aber jetzt kam wieder der Anstieg zum Kloster hoch, ich hab alles gegeben, bei KM 10 war ich noch im Schnitt aber die Strecke war 100m länger, so finishte ich mehr als zufrieden in 55:21.

Kaputt und glücklich nahm Udo mich schon im Empfang, samt meiner Tasche, Glückwunsch und Finisher-Bier.

Es hat uns beiden riesig gut gefallen und wir wollen diesen besonderen Lauf nächstes Jahr in die Kategorie gesponserter Lauf von Lustlauf aufnehmen. Weil einfach die ganze Veranstaltung und das Drumherum gepasst haben.

Gestern Abend, war ich pünktlich an unserem Sommertrainingsort, kein Lustläufer/in in Sicht, hatte ich mich etwa vertan?? Nee ist doch Donnerstag und Wintertraining beginnt erst im Oktober, ab Hangeweiher… da biegt zum Glück der Priese um die Ecke. Er reibt sich auch verwundert die Augen dass wir nur zu zweit sind. Das BESTE draus machen und unserem Wald einen würdigen Saisonabschluß schenken. Wir beschließen diese spezielle Runde etwas zu erweitern und starten bewußt mal in die andere Richtung. Es geht über die Straße ins kleine Wäldchen, Richtung Friedhof, runter an der anderen Seite, hinein in den Eselsweg, entspanntes BERGAB zum Anfang. Den Eselsweg laufen wir nicht ganz bis zum Ende, nur durch die Senke und direkt links ab, Richtung Forsthaus Schöntal. Wußtet Ihr eigentlich, dass das letzte Stück Eselsweg, mit seinen tollen Wiesen rechts und links verkauft werden soll und jede Menge Häuser gebaut werden sollen… dann kann man den tollen Weg nicht mehr bis zum Ende laufen. Egal, vorbei gings am Forsthaus Schöntal, unserem ehemaligen Vereinslokal, schade drum…. über den Kornelimünsterweg hinüber und rechts ab Richtung Waldfriedhof. Hinter dem Waldfriedhof geht’s direkt links ab , auf den kleinen weichen Trampelpfad, Wohltat für die Füße. Durchs das schöne gleichmäßige Tempo, 6er Schnitt, kommen wir ins Quatschen und der Lauf ist schön und kurzweilig. Wir erzählen uns über alte Laufanekdoten, unsere ersten Wettkämpfe, Erlebnisse, knapp verpasste Zeitziele und natürlich Bestzeiten. Normalerweise hat das zur Folge, dass ich schneller werde, aber nichts … das Tempo bleibt gleich und das ist auch gut so. Es geht über die Monschauer Straße, direkt vorbei am Bismarckturm (schönes Ausflugsziel für Wanderer), rechts hinein ins kleine Wäldchen… wir laufen einen Bogen und kommen wieder am Waldstadion aus. Wir lassen es links liegen und laufen den kleinen Pfad dran vorbei… links abbiegen den wunderschönen Stausee linker Hand. Es beginnt zu dämmern und wir sind fast ganz allein mit Wald und See, einfach toll. Wir laufen weiter den Berg leicht hoch und biegen wieder links ab auf den Pferdeweg. Der ist aber gar kein richtiger mehr, alles aufgefüllt mit festem Sand, hmh, muss man nicht verstehen. Oben angekommen muss ich doch mal durchschnaufen und obwohl es mir schwer fällt beschließe ich Thomas noch ein Stück auf dem Nachhauseweg zu begleiten. An der Pferdeampel geht’s wieder über die Monschauer auf den normalerweise letzten Kilometer Richtung Parkplatz und Ziel… nichts da!!! Wir laufen runter bis zur Wegekreuzung und biegen links ab Richtung Brückchenweg, wir bemerken dass unser normalerweise Laufanfangsstück, andersrum doch deutlich bergan geht, oder sind es meine müden Beinchen?? (GRINS)… aber immer noch 6er Schnitt. So das letzte gemeinsame Teilstück, rechts hoch die Winterlaufstrecke verkehrt rum zur Lintertstraße. Zum Glück hat Thomas seine Stirnlampe mit, die Sicht bzw. Helligkeit wird langsam kritisch, gut dass wir ab nächste Woche den Standort wechseln!! Mit uns alleine und ohne Gespräch ist es merkwürdig still, doch dann Pferdegalopp, wir werden freundlich und zügig von einer Reiterin überholt. Doch sie hat nicht damit gerechnet, das wir ausdauernd sind, noch vor Ende des stetig steigenden Weg überholen wir Sie wieder. Oben angekommen, will ich mich verabschieden, doch diesmal begleitet mich Thomas, links runter zum Parkplatz noch ein Stück… wir laufen oben entlang der Straße aufgrund der Dunkelheit. Kurzes Abklatschen, Thomas biegt ab und ich bin alleine, mann war das ein schöner Lauf, so schade dass wir nur zu zweit waren. Thomas schafft an diesem Abend mal eben so einen Halben, inklusive hinlaufen, Training und nach Hause. Ich bin stolz mal wieder gleichmäßig über 10 zu kommen, immer noch 6er Schnitt, wenn das letzte Stück knapp en Kilometer ist werden es 11KM und das brauche ich für den anstehenden ATG-Herbstlauf. Also links ab und nur noch bergab rollen lassen… leider hab ich nicht dran gedacht dass das letzte Stück doch sehr schmalist und es durch den mittlerweile dusteren Wald geht. Blos nicht mehr vertreten, aber auch nicht mehr langsamer werden, Ziffern und Zahlen auf meiner Uhr erkenne ich eh schon nicht mehr… So da steht mein Bulli… Ziel erreicht… die Uhr bleibt bei 10,96KM und Endzeit 1:05:44 stehn.. naja nicht ganz 11Km aber 6er Schnitt. Ich bin nur noch ganz allein auf dem Parkplatz, in Ruhe ziehe ich mir trockene Sachen an und genieße die Stille des Waldes, bye bye bis nächstes Jahr!!!

Warum schreibt der Präsi, jetzt schon nen Trainingsbericht werdet Ihr Euch fragen… ganz einfach um eure Lust auf unser gemeinsames Training wieder zu wecken…. Und darauf hinzuweisen dass ab Dienstag dem 02.10.18, der Trainingstreffpunkt wieder am Hangeweiher ist!!

"Ich würde gerne mal bei einem Cross-Trail mitmachen, ohne befestigte Wege und mit viel Wald und schöner Strecke. In der Nähe von Maastricht soll es da einen ganz guten geben. Läuft du mit?" Zunächst erntete Stefan einen sparsamen Blick von mir. Meine bisherigen Übungs-Trails waren eher bescheiden verlaufen und ich somit wenig interessiert, zumal der brüllende Grizzly auf dem Flyer ein ungutes Gefühl in mir erzeugte. Aber man kann ja mal gucken...
Einige Youtube-Videos später war ich überzeugt. Oder zumindest überredet. Und so fand ich mich am Morgen des 16. September (einem Sonntag) bei schönstem Sonnenschein an der Startlinie des Sint Pietersbear Trails wieder - um wenig später mit einem vergnügten Pulk von Läufern an selbiger vorbeigeführt zu werden. Wir staksten zwischen den Ausläufern eines gigantischen Kalksteinmassivs immer weiter in die Tiefe. Auf meinen fragenden Blick kam nur ein Lächeln und die Antwort "Ja ja, wir starten in der Grube". Nun gut, öfter mal was Neues. Und schon fiel der Startschuss. 

Zunächst fing alles ganz harmlos an. Beeindruckende Kulisse, ein wenig Kiesschlamm und gut gelaunte Läufer soweit das Auge reicht, darüber blauer Himmel und begeisterte Zuschauer. Schnell wurde es dann matschiger und nach einigen hundert Metern saß bereits der erste Läufer - linksseitig barfuß - auf dem Boden und versuchte verzweifelt seinen Schuh zu befreien, den der Schlamm gnadenlos verschlungen hatte.
Kurz später verließen wir die Grube, es ging vorbei an einem idyllischen kleinen See, wo einige Angler uns zujubelten, und dann ab in den Wald. Ich dachte noch "ist ja echt schön hier, aber das mit dem Grizzly ist wohl doch nicht so ganz ernst gemeint" - da ging es erst richtig los. Zunächst noch über breite Schotterwege schlängelte sich der Weg im Zickzack den Berg hinauf und wurde dabei langsam aber sicher immer steiler. Verlässlich wie immer harrten die Fotografen lächelnd der Läufer, die da schwitzend, keuchend und mit hochrotem Kopf die ersten Meter hinter sich gebracht hatten, um die Freuden des sonntäglichen Frühsports bildlich festzuhalten.

Einige von uns beschlossen schon jetzt, ihre Kraft zu sparen und zu gehen. Ich dachte zu dem Zeitpunkt noch "Ich werde heute bis zum Ende laufen, es sind ja schließlich nur 10 km." Weit gefehlt. Denn nach einer kurzen Erholung auf einer lichten Anhöhe mit wunderschönem Blick über Pferdekoppeln, die Maas und einige hübsch anmutende Dörfchen wurde der Weg immer hügeliger. Teilweise ging es an kurzen Passagen so steil bergab, dass man aufpassen musste, nicht vornüber den Hang hinab zu stürzen. Der Weg wurde immer schmaler, links von uns dichtes Gestrüpp, das uns ins Gesicht peitschte und an unseren Shirts und Hosen zog, rechts ein wenig einladender Abgrund. Über Stock und Stein kämpften wir uns immer weiter und plötzlich fanden wir uns an einem ersten Steilhang wieder, den es zu überwinden galt. Der Weg führte gefühlt senkrecht nach oben und wir machten uns an den Anstieg, erst gehend, dann auf allen Vieren. Stück für Stück zogen wir uns an Wurzeln, kleinen Bäumen und Felsvorsprüngen weiter nach oben, überall bröckelten Erde und Geröll unter den Schuhen und manch eine helfende Hand war am Ende nötig um den Berg zu erklimmen. Einen von vielen wohl gemerkt. Das Ganze wurde feierlich begleitet vom Zwitschern diverser Vögel über unseren Köpfen und die Sonne feuerte uns mit allem, was sie hatte an und bescherte uns stetig steigende Temperaturen.

Am zweiten Berg angekommen zeigte er sich dann endlich - der Grizzly. Mitten im Aufstieg schlug er unvermittelt und erbarmungslos seine Zähne und Klauen in unsere Waden und dachte gar nicht daran, uns entkommen zu lassen. Doch wir stellten uns dem Schmerz und kämpften uns weiter bergauf, bis wir am Ende mit vereinten Kräften den Berg bezwungen hatten.

Die letzten 1,5 Kilometer führten uns in sanften Windungen bergab, der Weg wurde wieder breiter und lichter und wir ließen den Wald - und den Bären - hinter uns. Kurz später erreichten wir unter tobendem Applaus das Ziel. Dort erwartete uns ein üppiges Buffet mit allem, was das Herz begehrt - Orangen, Bananen, Honigkuchen, Nüsse, Schokolade... Getränke konnte man sich in zuvor käuflich erworbene Faltbecher oder eigene Trinkflaschen abfüllen - ganz im Sinne des Umweltschutzes und aus meiner Sicht eine gute Idee.

Nach einer kleinen Stärkung erwartete ich noch Stefan im Ziel, der sich direkt den 18 km gestellt hatte und ebenfalls erschöpft aber sehr begeistert den Lauf beendete. Im Vorbeigehen kaufte ich mir noch ein Grizzly-T-Shirt als Andenken an meinen ersten Trail, dann traten wir die Heimreise an.

Unser Resümee: ein heftiger, abwechslungsreicher und extrem cooler Trail mit schöner Landschaft und gutem Publikum - gerne wieder und vielleicht auch für mich beim nächsten Mal auf 18 Kilometern :-)