Am Wochenende war es wieder so weit: Hindernislauf in Weeze, unsere jährliche Mutter-Tochter-Sportveranstaltung. Meine Tochter und ich hatten uns für die 12 km Strecke angemeldet. 6 km wäre uns zu kurz, 16 km zu lang gewesen. Es gab aber auch 42 km und 60 km zur Auswahl.

Die Vorbereitungen: Das Wetter sollte regnerisch, kalt und windig werden. Deswegen lange Ärmel und Hosen für den Lauf, darüber unsere Mutter-Tochter-Team-T-Shirts, selbstverständlich trockene warme Klamotten für nach dem Lauf, eine Plastiktüte für die nassen Sachen sowie ein leckeres Mittagessen für danach….

Nach unserer Ankunft vor Ort haben wir uns Zeit genommen, sodass wir nicht wie angemeldet um 11:30 Uhr, sondern um 12:15 Uhr gestartet sind. Die Uhrzeit prüft keiner. Die Zeit wird auch nicht gemessen, da es darum geht, Spaß zu haben.

Schon an dem Start gibt es eine richtig gute Stimmung bei der Erwärmung. Die Starts finden den ganzen Tag alle 20 Minuten statt. Die Strecke in Weeze ist wirklich schön. Es geht viel über sandige oder matschige Wege hoch und runter, manchmal fliegt ein startendes Flugzeug direkt über unseren Köpfen.

Die Strecke machten wir in aller Ruhe, meistens locker joggend, ab und zu gehend. Die Hindernisse sind schön, anspruchsvoll und abwechslungsreich: 20 kg schwere Sandsäcke tragen, durch tiefe Matsche laufen oder rutschen, über Mauern klettern, ins Eiswasser rutschen, fallen, springen u.s.w.

Ein Highlight ist die 10-Meter-hohe Rutsche, die ziemlich senkrecht steht und am Ende deren man tatsächlich fliegt, bevor man im Wasser landet.

Das andere Highlight ist das Hindernis „Execution“ (Hinrichtung). Man steht auf einer Plattform 5 Meter über dem Wasser und der Boden öffnet sich plötzlich unter den Füßen… Obwohl bis 3 gezählt wird, bevor die Plattform sich unter den Füßen öffnet, ist dies sehr beeindruckend.

Bei den Monkey bars muss ich leider immer sehr schnell loslassen und ins Wasser fallen, weil mir die Kraft in den Armen fehlt. Auch die zahlreichen Mauern oder half pipes, die es zu überwinden gilt, muss ich oft umgehen. Aber gerade bei den Mauern ist die gegenseitige Hilfe sehr groß und sind immer Männer dabei, die Dir von unten hochhelfen und von oben hochziehen.

Das Wetter war genauso abwechslungsreich wie die Hindernisse: wir hatten abwechselnd blauen Himmel mit Sonne und dunklen Himmel mit starken Schauern. Wir haben uns sehr darüber gefreut keinen Dauerregen zu haben und zwischendurch von Sonnenstrahlen erwärmt zu werden.

Glücklich es wieder geschafft zu haben, haben wir unser finisher T-Shirt abgeholt und uns auf das gemütliche warme zuhause gefreut. Die Muskelschmerzen am ganzen Körper kamen am nächsten Tag. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.

Hélène

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