Ich war diesen Sonntag zum Abschlusstest für den Köln Marathon in Solingen beim Halbmarathon. Super kleine Veranstaltung mit günstigem Startgeld und Strecke über eine alte Bahntrasse. Das Training bzw. die Trainingsumfänge und das Gewicht stimmte, nun sollte eine 1:20 auf Halbmarathon geschafft werden, bisherige Bestleistung 1:23:05 aus dem letzten Jahr auf gleicher Strecke. Es waren knapp 150 Starter bei sonnigen 20 Grad am Start, was  für jeden Läufer schon sehr warm ist. Trotzdem versuchte ich mein Bestes für die Vorbereitung auf meinen verschobenen Marathon in Köln, geplant war eigentlich Münster am nächsten Wochenende. Durch die Ungeplante Verschiebung muss ich länger meine Marathonvorbereitung aufrecht erhalten, was ganz schön schwierig ist. Ich bin heute als vierter mit 1:21:53 ins Ziel gekommen, die angepeilte Zeit nicht erreicht, aber zufrieden mit neuer Bestzeit. Es kütt wie es kütt. Also der Weg geht weiter zu Bestzeit in Köln.

Ich habe auf strava.com eine Lustlaufgruppe, ähnlich wie es sie unter Garmin Connect schon gibt, eingerichtet. Für diejenigen, die hiermit nichts anfangen können ein paar Informationen. 

Strava ist ein soziales Netzwerk für Läufer. Hier kann man z.B. seine Trainingseinheiten posten, sich von den anderen motivieren oder inspirieren lassen. Auch kann man andere zu Challenges herausfordern oder sich zu gemeinsamen Läufen verabreden. Um teilzunehmen müsst Ihr Euch jetzt keine neue Uhr o.ä. zulegen. Strava zieht sich, sofern Ihr dies einrichtet, Eure aufgezeichneten Läufe oder Radeinheiten von den jeweiligen Anbietern, egal ob Polar Flow oder Garmin Connect oder wie sie auch alle heißen. 

Wer es mal ausprobieren möchte, muss sich lediglich kostenfei auf Strava registrieren. Die geschlossene Lustlaufgruppe findet Ihr dann unter https://www.strava.com/clubs/lustlauf. Hier müsst Ihr dann eine Beitrittsanfrage stellen, um aufgenommen zu werden. Darüber entscheide dann ich als Administrator. ;-) 

Dieses Jahr haben wir 5 Frauen unseren Verein beim Monschau Marathon vertreten.

Wir vier, Annette, Cindy, Daniela und ich haben uns diese anspruchsvollen 42,195 Kilometer, bei denen rund 750 Höhenmeter zu bezwingen sind, als Staffel-Lauf aufgeteilt.

Doris ist als Marathoni gestartet und will nach ihrem Urlaub noch einen eigenen Bericht schreiben.

Im Vorfeld konnten wir vier uns ziemlich schnell einigen, wer welche Etappe laufen wird.

Annette und Daniela hatten bereits Vorerfahrung aus dem vorherigen Jahr und wollten dieses Jahr gerne einen neuen Streckenabschnitt ausprobieren. Und Cindy, die jüngste und fitteste,  „durfte“ die  2. Etappe übernehmen, die mit den steilsten und meisten Anstiegen.

So ergab sich dann unsere Aufteilung:

1. Etappe:  Konzen nach Widdau (10,5 km):                              Maria

2. Etappe:  Widdau zum Brather Hof (10,5 km):                        Cindy

3. Etappe:  Brather Hof nach Kalterherberg (9 km):                  Annette

letzte Etappe: Kalterherberg – Zieleinlauf in Konzen (12 km):  Daniela

Mitten in der Nacht :-)  ging es am Sonntagmorgen los:

Treffpunkt 6:45 Uhr am Eismännchen; unterwegs stieß Cindy dann in Oberforstbach dazu.

Obwohl im Vorfeld mal kurz die Teilnahme in Frage gestellt wurde „...wollen wir das wirklich machen ...“, war unsere Stimmung am Sonntagmorgen sehr gut. Und das Wetter spielte auch mit. Beim Start um 8.00 Uhr war es noch etwas frisch, später zeigte sich dann auch die Sonne – und es blieb trocken: also ideales Laufwetter.

Das erste Stück sind Doris und ich noch zusammen geblieben, dann ist Doris ihr eigenes Tempo gelaufen und ich sah sie nur noch in der Ferne „verschwinden“.

An den Wechselpunkten hat alles perfekt geklappt.

Jede von uns war froh, dass sie ihre Etappe in dem Zeitrahmen geschafft hat, den wir uns jeweils als eigenes Ziel gesetzt hatten.

Mit Doris haben wir nicht nur die Startlinie, sondern auch die Ziellinie gemeinsam überquert.

Daniela und Doris haben sich auf dem letzten Anstieg vor Zieleinlauf gegenseitig überholt. Dann entschlossen sie sich, gemeinsam ins Ziel zu laufen: 4:38 Std. (Hierbei handelt es sich um die Brutto-Zeit, da es für Staffelläufer keine Netto-Zeit gibt.)

Auch wenn der Monschau Marathon ein anstrengender Lauf ist und man/frau beim Anstieg flucht, macht es Spaß, daran teilzunehmen.  Annette und Daniela waren total begeistert über die vielen privaten Verpflegungsstände, die die Eifler neben den offiziellen Verpflegungen den Läufern anbieten. Zur Belohnung wird jeder Läuferin beim Zieleinlauf dann noch eine rote Rose überreicht.

Unser gemeinsames Zielfoto zeigt, wie glücklich wir alle sind, dass wir es geschafft haben  ….

20170813Monschau

 

Raeren - eine der neun Gemeinden der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und zugleich ein Grenzort bei Aachen mit etwa 11.000 Einwohnern wovon rund 50% Nicht-Belgier sind. Soviel zur Lokation….

Versprochen wurde mir ein sehr schöner Landschaftslauf in und rund ums Dorf Raeren. Aber wurde das Versprechen gehalten?

Kirmeszeit in Raeren ist auch RaeRun-Zeit

Der Raerun begann unspektakulär wenn zugleich auch lustig. Wo ist denn schon der Start- und Zielbereich mitten auf einem Kirmesplatz umgeben von Achterbahn, Autoscooter und dem größten „Fressstand“ den ich je gesehen habe? Eine sinnvolle Symbiose: Abends Party und voll auf die Fresse; tagsüber Sport und auspowern. Das leere Festzelt wurde kurzerhand für Anmeldung, Verpflegung und Siegerehrung genutzt – Top mitgedacht!

Wir liefen zunächst auf den Straßen Raerens um aber schon nach weniger als 2 Kilometern die Straße gegen eine Kuhweide zu tauschen. Ich selbst komme aus dem Trail- bzw OCRun und mag Trail – also jenseits von Straße und Weg – sehr gerne. Über Kuhfladen ging es zunächst bergab. Auf den nächsten 20 Kilometern mit ständig wechselndem Untergrund ging es dann weiter über Straßen, Schotter-, Wiesen- und Waldwege, hindurch durch schöne Täler, über anspruchsvolle Hügel, die Raerener Burg, den Raerener Wasserturm und sich schlängelnde Bachläufe mit und OHNE Brücke, Teiche und Weiher. Nasse und schlammige Schuhe waren keine Seltenheit - ein Paradies für jeden (Trail-) Läufer.

Eins nahm ich ja aber bereits vorweg: Diese Strecke hat Arschlochpotential!

Was macht ein Läufer vor dem Lauf? Klar, er schaut mal auf den Streckenverlauf und auf das Strecken-/Höhenprofil. Das machten wir auch und, naja, die Strecke ist nicht flach, aber bergisch ist auch anders. Insgesamt nicht einmal 250 Höhenmeter auf 22,11km - kaum der Rede wert also. So gingen wir an den Start.

Komprimiert man aber einen größeren Teil dieser 250HM auf einen kurzen Teil der Strecke kann dieser Teil schon zum Arschloch werden. Konkret sah es so aus, dass ca. 100HM auf 1000m Strecke zu bewältigen waren. Zum Glück war – aus Sicht des Läufers – das Ende sehr früh in Sicht: „Bis dahin pack ich es!“ Was erst sehr spät ins Blickfeld geriet war, dass das vermeintliche Ende nur eine Kurve, der Berg aber noch nicht zu Ende war. Es ginge also weiter bergauf. Tatsächlich hörte ich nach dem Lauf mehrfach, dass einige Läufer zum Fußgänger wurden. Als einer derjenigen die dort liefen kann ich nur sagen „Nicht schlimm!“.

Oben angekommen motivierte ein Streckenposten mit der aktuellen Platzierung (juchhu, ich war 17. von 75) und der Information „Jetzt geht es erst mal nur bergab“ – Danke! Danke auch an alle anderen Posten. Ich fühlte mich nie verloren oder in der Gefahr von der Strecke abzukommen. Und das, obwohl es „nur“ 75 Läufer und das Feld entsprechend dünn besiedelt war.

Getränkeposten, ja die gab es natürlich auch. Auch hier zeigte sich das Detailwissen der Organisation die durchweg sehr gut war. Ungefähr alle 3-4km gab es eine Wasserstation. Zumindest für mich war dies optimal. Eigentlich immer dann, wenn ich etwas Wasser brauchte, kam eine Station – Perfekt!

Lediglich die Verpflegung im Zielbereich war etwas mager und bot neben einem Glas Senf und einem „Kurzen“ nur Wasser und Orangenstücke.

Mit einem Udo, einem Oliver, einem Gabriel und zwei Sebastians war Lustlauf – Mein Verein wieder stark vertreten und natürlich kamen wir alle ins Ziel! Die Strecke ist aufgrund ihres Profils und der ständig wechselnden Untergründe nicht für Bestzeiten geeignet, dennoch gab es sehr respektable Zeiten bei allen:

Ich selbst wurde als 22. bei 1:51:14 mit einer französischen Version meines Namens im Ziel begrüßt. Schön zu hören, dass es Menschen gibt, die meinen Nachnamen besser aussprechen als ich selbst. Nur dieses „Olivier“ mag ich nicht sonderlich gern….

Gabriel hat als 38. Die 22,11km hinter sich gebracht und mit einer Zeit von 1:57:48 sein Ziel „unter 2 Stunden“ super gemeistert. Sebastian kam mit 2:01:34 auf Platz 48. und Udo mit 2:23:13 auf Platz 71.

„Wie jetzt? Der Sebastian Brief mit über 2 Stunden nur auf Platz 48.?“ Nein, Sebastian Brief lief „nur“ 10km. Er macht dies in 0:42:18 und landete damit auf Platz 6

Tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht und das Versprechen von Udo wurde voll erfüllt: Der RaeRun ist ein sehr schöner Landschaftslauf, der aber bei allem Spaß, den die sehr abwechslungsreiche Strecke bietet, auch einige Herausforderungen bereit hält. Insgesamt war die 22,11km Strecke machbar, aber nicht immer einfach.

Die Teilnahemerzahlen waren aber leider mit gut 200 Starten verteilt auf 5 Disziplinen sehr überschaubar. Schade, dass dieser Lauf nicht besser angenommen wird. Ich für meinen Teil bin nächstes Jahr wieder gerne mit dabei und hoffe (nicht nur für die Organisatoren), dass es dann etwas mehr Startet sind.

Der erste Samstag im August ist immer Kreismeisterschaft über 10KM in Dürwiß..Auch diesmal war Lustlauf mein Verein(Hoffentlich kennt man uns jetzt in der Region) wieder sehr erfolgreich. Mit 9 Startern vor Ort erreichten wir 5 Podiumsplätze in der Kreimeisterschaftswertung. Meiner einer war leider verletzungsbedingt nicht dabei und auch anderweitig mit Tochter unterwegs(Kaltblutrennen in Mützenich). Jedoch lief da die ein oder andere Wette ,Sebastian wollte meine 35:33 knacken, Oliver meine Vereinsbestzeit 42:49, Sascha glaubte mir nicht dass er unter 50 läuft, Gerhard hatte mich in die Pflicht genommen mit den neuen Schuhen Bestzeit zu laufen, Frank und Nadine hatten mich gebeten ihren Sohn Kai in die Starterriege für die 10KM zu bekommen (14Jahre). Also ist der Präsi quasi immer bei seinen Schäfchen. Dank Sascha, der die Organisation (Startnummern, Photos, 1. Runde Kaltgetränke)übernommen hat war ich immer auf dem Laufenden, „also quasi mittendrin und doch nicht dabei“. Sebastian und Oliver haben ihr Ziel knapp verfehlt und waren trotzdem erfolgreich mit neuen Vereinsbestzeiten, Sascha und Gerhard haben ihr Ziel erreicht, Doris wie immer souverän mit Podium in Ihrer AK, Frank und Nadine erfolgreich aber knapp hinter Sohnemann(SMILE) und last but not least unser Dreamteam Kathrin und Moni die zusammen wieder einen schönen Lauf hatten. Warum schreibt der Präsi den Bericht, weil die Teilnehmer alle in Urlaub sind und ich quasi doch dabei war…. Und weil es mir am Herz liegt so tolle Ergebnisse kund zu tun, siehe unten:

Sebastian               36:05 AK3. KM3.

Oliver                       42:55 AK 12.  KM 4.

Sascha                     49:45 AK 39.  KM 9.

Doris                        52:24 AK 4  KM 3.

Gerhard                 52:32 AK 14.  KM 6.

Frank                       55:11 AK 28.  KM 6.

Kathrin                    56:11 AK 5.   KM 3.

Monika                   56:11 AK 7.  KM 2.

Nadine                   1:01:07 AK 10 KM 3.